Jahr 2009

2009

Seite drucken

 

Plakat | Texte | Predigt

 

Plakat

Plakatmotiv 2009

 

Texte & Lieder

Wer´s glaubt, wird selig
Gottesdienst in der Christnacht 2009

Ansingen der Lieder: Laudate omnes gentes / Te Deum

Die Glocken läuten

Guten Abend Hergershausen : Wer´s glaubt, wird selig

1990 fand in dieser Kirche der erste Gottesdienst in der Christnacht statt. „Lasst uns dennoch feiern“ lautete das Motto. Wie dem Titel zu entnehmen ist, war vielen, die kamen, nicht nach Feiern zumute.  Dennoch kamen sie. Ein Tränentaschentuch war das erste Zeichen dafür, dass wir uns ausweinten und neuen Mut fürs Leben und Sterben fassten.

Zahlreiche Menschen berichteten in den vergangenen Jahren, den zwei Jahrzehnten, davon, wie sie das machten: Lehrerinnen, Journalisten, Psychologen, Korrespondenten in Bethlehem, Kabul oder Kenia, Ministerinnen, Schüler oder Auszubildende, ehrenamtlich Engagierte.

Niemand gab vor, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Vielmehr erzählten sie von Zuständen in dieser Welt, an denen sie, wir alle, unseren Anteil hatten und haben. Nahmen uns mit in ihr Leben und gaben uns Hilfen für unseres.

Hunger, Krieg, Vertreibung, Überschwemmung, Arbeitslosigkeit. Leben und Tod lagen eng beieinander. So noch heute.
Oh, wir hatten nicht für alles Lösungen, das wäre auch vermessen.

Wir tauften und trauten, feierten und wurden still. Einige der damaligen Gäste sind in den vergangenen Jahren gestorben, wir vermissen sie.

Wir alle sind älter geworden. Was ist beblieben? Was wird sein? Für dich, für mich: Und sind nicht die Fragen von gestern auch die von heute bzw.  morgen?

Wer´s glaubt, wird selig! Bitte, Ja, aber wie?

Votum

Wer´s glaubt, wird selig! Was glauben wir wem? Glauben wir die alte Geschichte. Dazu eine Einspielung, die ob der Aktualität etwas verwundern wird oder auch zum Schmunzeln bringt.
(CD: Radio Tyrus, Hirten auf dem Feld, I / Nr. 6)

Musik: Laudate omnes gentes

Gebet

Guter Gott
In dieser Heiligen Nacht sind wir gekommen, mit allem, was uns ausmacht: mit Momenten der Klage und enttäuschten Hoffnungen, mit überraschenden Erfahrungen und gesättigten Gefühlen des Dankes. Da sind wir, da bin ich.

Erstaunlich, was aus mir geworden ist, seit du Gott beschlossen hast, dass es mich geben soll. Dein Kind. Dein Sohn, deine Tochter.
Wie Jesus Christus auf diese Welt gekommen: Nackt, bloß und vollkommen angewiesen auf Liebe, Zuwendung und Barmherzigkeit.

Jetzt bin ich älter als damals und mit verantwortlich in dieser Welt.
Sei Du mit mir in dieser Nacht, sei mit uns allen.
Schenke uns, dass wir vertrauen. Erneut, wie ein Kind.
Öffne unsere Sinne und Herzen. Amen.

 

Musik: Laudate omnes gentes

Wer´s glaubt...

Vor vier Wochen. Stern- Titelstory: Selig ohne Gott. Die neue Sehnsucht nach Spiritualität und Wellness- Religionen.

Offenbar gibt es gerade in diesen Wochen, jedes Jahr übrigens, neben vollen Malls, Loops und Centern die Suche nach Sinn und Sinnlichkeit, nach innerer Füllung.

Abseits aller zu kaufenden Dinge und doch mit viel Geld verbunden, wenn  man mal hinter die Kulissen der Anbieter blickt. Da ist wohl niemand auszuschließen. Ein Markt ist entstanden. Vielmehr: ein Basar. Such dir, was du brauchst. Es gibt nichts, was es nicht gibt und woran nicht zu glauben wäre. Die Meinung: Ein kleiner Hausaltar mit Düften oder ein Kruzifix am Wegrand hat noch niemanden geschadet. Denn:

Wer´s glaubt, wird selig! Bitte Ja, aber wem? Was?
Was ist mit versprochener Seligkeit?

Worin sind wir uns heute Abend in dieser Kirche eigentlich einig?

Woran glauben wir?  Ein wenig Nachdenken in der Heiligen Nacht – dazu möchte ich Sie einladen.

Möglich, dass die folgenden Worte über allem stehen können. Also singen wir sie miteinander!

 

Musik: Laudate omnes gentes

Wer´s glaubt...

Wem glauben wir eigentlich und mit welchen Begründung?
Welchen Menschen, handverlesen, glaube ich:
Meinem Arzt, dem Internisten, dem Zahnarzt, meinem Steuerberater, dem Mechaniker in meiner Autowerkstatt, meinen Kindern, meinem Arbeitgeber, Lehrern, David Copperfield, dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz, der Auferstehungshoffnung, dem Bericht der ISAF, der Bildzeitung?

Etwa mir selbst?
Wem glauben Sie eigentlich?

Statt der Gästebefragungen in den vergangenen Jahren komme ich mal zu Ihnen in die Kirche.
Achtung: ich komme mit dem Mikrofon:

War das ehrlich? Darf ich Ihnen glauben?
Es gibt Hoffnung.
 Maren Gatzemeier: Wem glaubst Du?
Zeit für eine Unterbrechung meiner Fragen, Zeit für Anerkennung. Wer´s glaubt und dann nichts mehr, sondern etwas in die Hand genommen: das ist bereits ein Teil der Antwort. Nicht nur auf etwas zu warten und dann doch nichts zu unternehmen und nur zu klagen, sondern sich ganz  praktisch dem Leben zu stellen und darauf zu vertrauen, dass es gut wird.

Blumen

Musik: Hoffnung

Die Weihnachtsgeschichte aus dem Buch des Lukas

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde.
Und diese Schätzung war die allererste und geschah zu  der  Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war.
Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt.
Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlecht Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger.
Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte.
Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.
Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde.
Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr.
Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.
Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.
Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen:
Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.
Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat.
Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen.
Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war.
Und alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten.
Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.

Kollektensammlung (Zweck): einfach mal trauen... In den vergangenen Jahren haben wir etwa  24 000 €uro gesammelt.

Musik: Te Deum, Laudamus

Te De-um lau-da-mus, wir lo-ben dich, o Gott,
Or-bis ter-rae te lau-dat, der Erdkreis lobt dich, Gott.
Te De-um lau-da-mus, wir lo-ben dich, o Gott.
Or-bis ter-rae te lau-dat, der Erdkreis lobt dich, Gott.

Predigt: ... wird selig!

 

Musik: Oh du fröhliche

Fürbittengebet

Das Besondere dieser Nacht, wir halten es fest.
Heute berühren sich Himmel und Erde.

Deshalb, Gott schenke mir
ein Stück Himmel im eigenen Leben,
das Gefühl von Kindheit und Freiheit,
ein Herz voller Lust und Lebensfreude
mit Lachen und Ausgelassensein selbst in der Traurigkeit.

Gott, schenke den Glauben,
dass du es gut meinst mit mir
und mit der Erde, zu der wir gehören
Ich wünsche mir ein Herz,
das weiß, dass es Veränderungen im Leben gibt,
dass nichts so bleiben muss, wie es ist.

Gott schenke, dass die Hoffnung,
in der Kälte der Zeit lebendig bleibt.
Es gibt einen neuen Frühling,
der Strom des Lebens reißt nicht ab.

Ich möchte die Liebe nicht vergessen,
Sie schlummert in meinem Herzen.
Sie fordert mich auf,  mich und die anderen, wach zu bleiben und nicht zu vergessen
An die zu denken, die mich auch brauchen:
meine Lieben - natürlich
aber auch die Kinder der Armut
die Gedemütigten, die Überlebenden der Katastrophen und Kriege
Menschen ohne Haus und Heimat

Guter Gott: Mach mich stark und leidenschaftlich!
Lass mich glauben, dass ich selig werde.

Deshalb: Was uns fehlt und was wir brauchen,
was uns wert und wichtig ist
was heute morgen
geschehen soll
was wir erbitten und wonach wir uns sehnen
bringen wir vor Gott
beten gemeinsam Vaterunser

Vaterunser

Musik: Bleib bei uns

Dank und Verabschiedung / Punsch

Segen

Musik: Nehmt Abschied, Freunde


Anmerkungen zur Predigt

Vor vier Wochen. Stern- Titelstory: Selig ohne Gott. Die neue Sehnsucht nach Spiritualität und Wellness- Religionen.

Offenbar gibt es gerade in diesen Wochen, jedes Jahr übrigens, neben vollen Malls, Loops und Centern die Suche nach Sinn und Sinnlichkeit, nach innerer Füllung.

Abseits aller zu kaufenden Dinge und doch mit viel Geld verbunden, wenn  man mal hinter die Kulissen der Anbieter blickt. Da ist wohl niemand auszuschließen. Ein Markt ist entstanden. Vielmehr: ein Basar. Such dir, was du brauchst. Es gibt nichts, was es nicht gibt und woran nicht zu glauben wäre. Die Meinung: Ein kleiner Hausaltar mit Düften oder ein Kruzifix am Wegrand hat noch niemanden geschadet. Denn:

Wer´s glaubt, wird selig! Bitte Ja, aber wem? Was?
Was ist mit versprochener Seligkeit?

Worin sind wir uns heute Abend in dieser Kirche eigentlich einig?
Woran glauben wir?  Ein wenig Nachdenken in der Heiligen Nacht – dazu möchte ich Sie einladen.

Wem glauben wir eigentlich und mit welchen Begründung?

Welchen Menschen, handverlesen, glaube ich: Meinem Arzt, dem Internisten, dem Zahnarzt, meinem Steuerberater, dem Mechaniker in meiner Autowerkstatt, meinen Kindern, meinem Arbeitgeber, Lehrern, David Copperfield, dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz, der Auferstehungshoffnung, dem Bericht der ISAF, der Bildzeitung?

Etwa mir selbst?

Wem glauben Sie eigentlich?

 

Predigt

Liebe Gemeinde der Christnacht!

Eine Redewendung steht im Zentrum des Gottesdienstes. Zuweilen einfach dahin geredet. Doch häufig steht der volle Ernst dahinter. Die Geschichte vom Menschen, der das sagt. Glaub mir, was ich sage. Und ich sage dir, wer`s glaubt, wird selig.

Wer´s glaubt, wird selig!

Das ist eigentlich eine ausgezeichnete Perspektive! Wer es oder etwas glaubt, dem wird es gut gehen. Persönlich. Der wird glücklich. Der wird in einen Zustand gelangen, der ihn oder natürlich auch sie aushalten lässt, was ringsumher schwer aushaltbar scheint. Der ist ganz auf der Linie Gottes. Und lebt so, wie er oder sie gemeint ist.

Am Heiligen Abend im Grunde die Weissagung!

Der das sagt, oder sagte, ist der auferstandene Jesus. Nach seinem Tod erscheint er seinen Freunden und sagt: Wenn ihr verstanden habt, worum es mir in meinem Leben ging, dann bleibt nicht in euren Häusern, bleibt vielmehr in der Welt und berichtet anderen davon, wie es zugehen kann auf Gottes Erde.

Erzählt ihnen von der Liebe Gottes. Davon, dass sie stärker ist als der Tod. Und wer zum Glauben kommt und sich zu Gott bekennt, auch taufen lässt, dem wird es gut gehen.

Nein, das Leid wird bleiben, auch der Schmerz und letztendlich der Tod. Aber er weiß oder ahnt, worauf er vertrauen kann. Dass er in den zahlreichen dunklen Stunden und Tagen seines Lebens nicht vergeblich lebt. Oder gelebt hat. Deshalb, weil er geliebt ist und lieben kann. Von Gott.

Und die, die davon nichts wissen oder verstehen, denen erzählt es gerade! Damit ihr Leben ihnen nicht umsonst erscheint. Und sie Dingen anhängen, die nur die Verpackung sind, aber nichts sonst. Damit sie noch in zunehmendem Alter lieben lernen, auch wenn sie sich als ungeliebte Kinder fühlen und ihr Leben dementsprechend gestalten.
Kommen nicht auch deshalb die vielen Kriege in die Welt?

Liebe Gemeinde,
ich bin mir sicher, dass bereits damals die wenigen verbliebenen Freunde Jesus, die gleichen Bedenken hatten wie wir heute: Ja, Ja, wer´s glaubt, wird selig.

Aber was bleibt uns denn wirklich anderes übrig in unserem Leben, wenn wir nicht glauben und / oder vertrauen? Gar noch dem, von dem wir doch annehmen, dass er als Gottes Sohn, uns, den anderen Töchtern und Söhnen Gottes zumindest diese Weisheit voraus hat!

Wir feiern heute hier seinen Geburtstag. Erinnern uns, dass dieser Tag, dieses Fest, dass wir seit Wochen intensiv vorbereiten, Entscheidendes für unser Leben in sich birgt. Die Auffrischung des Vertrauens. Zu mir selbst, zu einander und zu Gott.

Wer´s glaubt, wird selig!

Wir karikieren diese Worte, pflegen von gesundem Misstrauen zu sprechen, sammeln zuweilen Enttäuschungen wie früher Orden an der Brust gesammelt wurden. Unter dem Motto: „Siehste“, oder „Habs doch gleich gewusst“.

Ein Kind wird nach neun Monaten geboren, im Grunde zu früh. Es kann weder sprechen noch laufen, vor allem aber: es hat noch keinen Fluchtreflex. Es ist, anders als ein Tier, unweigerlich auf die Mutter oder andere angewiesen. Es nimmt alles ernst, was mit ihm geschieht. Es muss alles ernst nehmen; es hat keine Alternative. Es muss, ohne dass es sich groß bewegen kann, davon ausgehen, dass alles zu seinem Besten geschieht. Dass es geliebt wird. Und nur so kann es Vertrauen entwickeln. Nur durch den oder die, die mit ihm engsten Umgang haben. Es liebkosen, streicheln, nähren, wärmen, kleiden, säubern, Worte zu ihm sagen.

In diesen ersten Stunden, Monaten, Jahren entwickelt das Kind Vertrauen. Tragisch: was bis zum Alter von fünf Jahren nicht entwickelt ist, kann fast nicht mehr nachgeholt werden. Die Karriere eines misstrauischen Menschen führt auch zum Wort: Wer´s glaubt, wird selig! Meint dies aber un - natürlich ganz anderes.

Psychologen haben Konjunktur und das ist gar nicht schlecht.

So hat jeder und jede von uns seine Geschichte. Zuweilen eine sehr lange, umbarmherzige, traurige, andere einfach eine ganz unspektakuläre.

Solche Redewendungen stecken aber in allen von uns. Die Reaktionen in der Vorbereitung auf diesen Gottesdienst zeigten mir, dass nahezu alle diese Formulierung kannten und demzufolge damit auch ihre Erfahrungen hatten.
 Bei vielen Dingen kann ich mir selbst auf die Spur gelangen. Etwa dann, wenn ich den Satz: „Wer´s glaubt, wird selig!“ nehme, wie er im Grund gemeint ist. „Wer´s glaubt, wird selig!“ und im Selbstversuch bestätige: Ja, so ist es.

Wenn ich tief in mir mein Verlangen artikuliere und sage: ich möchte gegen den Augenschein und vielfältige Erfahrungen vertrauen, wieder vertrauen, dem Guten den Weg bahnen, dem Schwachen zum Recht verhelfen und sagen, was gesagt werden muss. Darauf vertrauen, dass dies Beispiel Schule macht. Das nicht das Gegenteil dazu führt, dass, weil sich Enttäuschungen durchsetzen, „gesundes Misstrauen“ zum „gesunden Volksempfinden“ mutiert.

Das könnte bedeuten, sich an Kindern ein Beispiel zu nehmen, an ihrem spielerischen Interesse an der Welt, und sie nicht dauerhaft zu verzwecken.

Das könnte bedeuten, Boni dafür auszuzahlen, dass sich junge Leute auf die Straße begeben, um gestandene Entscheider wegen ihrer falschen Entscheidungen aufzurütteln.

Das könnte bedeuten, den Argwohn, die Befürchtung, das Misstrauen, den Widerwillen, zu Unworten des Jahres zu erklären.

Das könnte bedeuten, mich nicht dem täglichen Geschwätz anzuschließen, sondern Taten zu bedenken und einzuleiten.

Das könnte heißen, Kriege Kriege zu nennen, sie umgehend beenden zu wollen. Die Waffenproduktion nur in dem Maß zu gestatten, wie sie verantwortbar ist und nicht dorthin zu liefern, wo das meiste Geld zu machen ist

Das könnte bedeuten,  für das Klima,… ach, so vieles ist möglich.

Das könnte bedeuten, dass ich mich doch noch verändere.

Dass die Veränderungen, die von mir überall erwartet warten , im Abwägeprozess meines Lebens nicht nur von Arbeitsplatzbedingungen, den Medien und meinem Ehrgeiz bestimmt werden, sondern von meinem Verhältnis zum Leben.

Es bleibt mir eigentlich nichts anderes übrig.

Aber nicht deshalb sollte ich es tun. Es ist einfach besser. Mir geht es besser damit. Ich werde fröhlicher. Ich komme wieder in Schwung. Wie die Glocken im Turm. Erst ganz langsam, dann ganz kräftig. Melodisch, ja, auch laut. Aber mit Klang. Unüberhörbar.

Es geht durch den Ort. Der ist geschmückt. Der Tannenbaum am Dalles, in der Dorfmitte, gibt Kunde dieser Botschaft. Die Häuser. Die Menschen. Wer es glaubt wir selig.

Das ist eigentlich eine ausgezeichnete Perspektive! Wer es oder etwas glaubt, dem wird es gut gehen. Persönlich. Der wird glücklich. Der wird in einen Zustand gelangen, der ihn oder natürlich auch sie aushalten lässt, was ringsumher schwer aushaltbar scheint. Der ist ganz auf der Linie Gottes. Und lebt so, wie er oder sie gemeint ist. Und sorgt mit vielen dafür, dass die Worte der Engel vom Friede auf Erden, die allen gelten, tatsächlich allen, sich eines Tages tatsächlich für alle erfüllen können.

Gott segne uns. Amen.

nach oben